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Information zur Mietzahlung

Liebe Mieterinnen und Mieter.

Die aktuelle Situation stellt unser aller Leben auf den Kopf. Sollten Sie absehen können, dass Sie aufgrund der Situation Schwierigkeiten mit der Miet- oder Nebenkostenzahlung haben, können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden. Bitte stellen Sie nicht stillschweigend die Zahlungen ein. Wir werden Sie bestmöglich unterstützen!

Zu unserer Unterstützung zählt auch, dass wir Sie über die gesetzlichen neuen Grundlagen in kurzen knappen Sätzen informieren. Gemeinsam mit unserem Dachverband, dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. – kurz GdW, bei dem wir uns an dieser Stelle für die Unterstützung herzlich bedanken, stellen wir Ihnen die nachfolgenden Handreichungen zur Verfügung.

Darin sind schon zahlreiche Fragen, die Ihnen sicherlich auf dem Herzen
liegen, beantwortet. Falls dies nicht der Fall sein sollte oder Unklarheiten bestehen, wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an uns.

Kündigungsausschluss bei Mietrückständen aufgrund COVID-19-Pandemie

Was regelt das Gesetz?

Das Gesetz sieht vor, dass wir als Vermieter ein Mietverhältnis nicht allein aus dem Grund kündigen kann, weil Sie, unsere Mieter, im Zeitraum vom 01. April 2020 bis 30. Juni 2020 trotz Fälligkeit die Miete nicht zahlen können, sofern die Nichtleistung auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht. Allerdings müssen Sie den Zusammenhang zwischen COVID-19-Pandemie und Nichtleistung glaubhaft machen.

Bin ich als Mieter generell von der Pflicht zur Zahlung der Miete befreit und darf ich als Mieter einfach so die Mietzahlung einstellen?

In beiden Fällen: Nein!
Die Regelung betrifft nur die Kündigung! Sie gilt auch nur für Fälle, in denen die Mietrückstände auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen.

Als Mieter bleiben Sie zur fristgerechten Zahlung verpflichtet. Dies hat zur Folge, dass Sie als Mieter bei nicht fristgerechter Leistung in Verzug geraten und Verzugszinsen fällig werden können. Sie haben aber bis zum 30. Juni 2022 Zeit, die Mietschulden zu begleichen, ohne eine Kündigung befürchten zu müssen.

Die Regelung erfasst nur die Kündigung wegen Zahlungsrückständen aus den Monaten April bis Juni 2020. Gibt es Zahlungsrückstände aus früheren Zeiträumen, die zur Kündigung berechtigen oder sonstige Kündigungsgründe des Vermieters (z. B. Zahlungsrückstände aus davorliegenden Monaten oder aufgrund Fehlverhaltens des Mieters) ist eine Kündigung weiterhin zulässig.

Die Mietzahlungen dürfen Sie nur dann einstellen, wenn Sie die Miete oder einen Teil Ihrer Miete aufgrund von Einkommensverlusten, die auf die COVID-19 Pandemie zurückzuführen sind, nicht zahlen können. Der Zusammenhang zwischen COVID-19-Pandemie und Nichtleistung ist von Ihnen als Mieter aber glaubhaft zu machen.

Wie soll ich als Mieter den Zusammenhang glaubhaft machen?

Zur Glaubhaftmachung können Sie sich als Mieter entsprechender Nachweise oder sonst geeigneter Mittel bedienen. Hierfür kommen in Frage: Nachweis der Antragstellung auf öffentliche Hilfe (z. B. Wohngeld) oder die Bescheinigung über die Gewährung staatlicher Leistungen oder Bescheinigungen des Arbeitgebers oder andere Nachweise über das Einkommen beziehungsweise über den Verdienstausfall.

Am besten geeignet sind Nachweise, aus denen sich der auf die Pandemie zurückzuführende Netto-Einkommensverlust ergibt (Nettoeinkommen vorhernachher).

Was ist, wenn ich als Mieter nur einen Teil der Miete zahlen kann.

Als Mieter sollten Sie in dieser Ausnahmesituation nur im Rahmen Ihrer Leistungsfähigkeit zahlen. Dies kann auch bedeuten, dass Sie das, was Sie zahlen können, auch zahlen müssen!

Muss ich als Mieter ggf. auch meine Ersparnisse einsetzen, um die Nichtleistung der Miete soweit wie möglich zu vermeiden?

Ja, davon gehen wir grundsätzlich aus. Aber wir werden hier mit Augenmaß handeln. Vgl. auch Aussagen des Berliner Mietervereins https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2020/coronavirus/beitraege/berlincorona-vermieter-mieter-ausnahmeregelungen.html

Kann ich als Mieter staatliche Hilfe zur Unterstützung meiner Mietzahlung bekommen?

Ja! Beantragen Sie frühzeitig staatliche Leistungen zur Unterstützung Ihrer Mietzahlungen. Als stattliche Hilfe stehen Ihnen zum einen das Wohngeld und zum anderen die Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung – „Hartz4“) zur Verfügung, wobei das Wohngeld vorrangig ist.

Bin ich wohngeldberechtigt und wo kann ich Wohngeld beantragen?

Wohngeldberechtigt sind alle Personen, die zur Miete wohnen und deren monatliches Haushaltsgesamteinkommen unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt. Beispielsweise kann ein Einpersonenhaushalt in München mit 1.700 EUR Monatsverdienst (brutto) noch ein geringes Wohngeld beziehen. Bei alleinstehenden Rentnern sollte unabhängig vom Wohnort ein Anspruch bei einer Rente ab 1.000 EUR geprüft werden. Über den Wohngeldrechner NRW https://www.wohngeldrechner.nrw.de/wg/wgrbhtml/WGRBSTRT können Sie Ihren Wohngeldanspruch ermitteln.

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Bezieher von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder BAföG, da ihre Wohnkosten im Rahmen der Leistungen bereits berücksichtigt werden.

Das Wohngeld können Sie bei der Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung beantragen. Auf der Webseite der zuständigen Behörde erhalten Sie auch entsprechende Antragsformulare. Dort können Sie den Antrag auch online stellen: https://www.stadt-muenster.de/wohnungsamt/der-wohngeldantrag.html.

Zusammengefasst gilt für die staatliche Hilfe bis auf weiteres: – Vereinfachtes Verfahren für Zugang zu sozialer Sicherung. Keine zeitaufwändige Vermögensprüfung: Für Leistungen, deren Bewilligungszeiträume zwischen 1. März 2020 und 30. Juni 2020 beginnen, wird Vermögen für die Dauer von 6 Monaten nicht berücksichtigt.

Es gilt die Vermutungsregel, dass Antragsteller kein erhebliches Vermögen haben. Es genügt eine Erklärung des Antragstellers. – Keine Angemessenheitsprüfung: Ab April 2020 erfolgt bei Erstanträgen keine Angemessenheitsprüfung. Für zunächst 6 Monate werden die tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung als angemessen angesehen/übernommen. Es gelten auch nicht die üblichen an der sozialen Wohnraumförderung orientierten Flächenbeschränkungen. Die tatsächlichen Aufwendungen für die tatsächliche Wohnfläche gelten.

Zusammenfassend und vorsorglich weisen wir noch einmal darauf hin, dass Sie sich als Mieter aktuell keine Sorgen machen müssen, Ihre Wohnung zu verlieren, wenn Sie aufgrund Ihrer glaubhaft gemachten finanziellen Lage im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie die Miete nicht zahlen können.

Aber die Zahlung der Miete ist nur für den o.g. Zeitraum aufgeschoben. Spätestens bis Mitte 2022 muss die Miete nach derzeitigem Stand nachgezahlt werden, möglicherweise zuzüglich Zinsen. Die ausfallende Miete ist wie ein Darlehen zu betrachten, und dafür sind Verzugszinsen zu zahlen. Der gesetzliche Zinssatz dafür beträgt mindestens fünf Prozent über dem Basiszinssatz.*

* https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2020/coronavirus/beitraege/berlin-corona-vermieter-mieter-ausnahmeregelungen.html

In der Hoffnung, dass Sie, Ihre Familien, Ihre Freunde und Bekannte alle Gesund durch diese Zeit kommen, verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen,

Jörg Dickmann
Vorstand


Hier können Sie nochmal alle Infos als PFD-Datei herunterladen.

Neuer Fragebogen für Wohnungsinteressenten

Damit Sie sich als Wohnungsinteressent bei uns um eine Wohnung bewerben können, haben wir ein neues Tool bereitgestellt, in dem Sie bequem Ihre persönlichen Daten sowie alle Optionen für Ihre neue Wohnung bei der Bauverein Ketteler eG eintragen und online an uns übermitteln können.

Hier geht es direkt zum Bewerbungsbogen (öffnet sich in einem neuen Fenster).

Diese Daten werden für die nächsten vier Monate in einer Datenbank gespeichert und nach Ablauf einer Frist (5 Tage) automatisch gelöscht.

Sollten Sie weiterhin an einer Wohnung bei der Bauverein Ketteler eG interessiert sein, können Sie über einen Link, den Sie 5 Tage vor dem automatischen Löschvorgang per Mail bekommen, Ihre Wohnungsbewerbung verlängern. Reagieren Sie auf diesen Link nicht, werden alle persönlichen Daten nach Ablauf der Frist aus der Datenbank gelöscht.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Information
Neuvermietung Dreizehnerstrasse

Alle neu geschaffenen Wohnungen im zweiten Bauabschnitt an der Dreizehnerstraße sind vermietet. Die Bauarbeiten am dritten Gebäude sind bereits gestartet, auch hier werden durch Aufstockung neue Wohnungen geschaffen.

Den genauen Termin der Neuvermietung erfahren Sie selbstverständlich hier auf unserer Website.

Sie suchen aktuell eine Wohnung in Münster? Dann schicken Sie uns gerne einen ausgefüllten Fragebogen für Wohnungsinteressenten zu.

Nachruf – Reinhard Große Gehling

Am 15. Februar 2020 verstarb unser früherer langjähriger Mitarbeiter und Kollege

Reinhard Große Gehling

im Alter von 69 Jahren.

Herr Große Gehling nahm am 01.04.1976 seine Tätigkeit als Betriebshandwerker in unserer Wohnungsbaugenossenschaft auf. Nach über 35 Jahre trat er am 01.05.2011 in den wohlverdienten Ruhestand. Herr Große Gehling zeichnete sich durch ein hohes Maß an Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein aus. Seine fröhliche, ausgeglichene, freundliche und hilfsbereite Art brachten ihm sowohl bei den Kollegen als auch bei unseren Mietern viele Sympathien und hohe Wertschätzung ein.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere seiner Frau, seinem Sohn, seiner Schwiegertochter und seinen Enkelkindern.

Alle, die Herr Große Gehling kannten und mit ihm zusammengearbeitet haben, nehmen in dankbarer Erinnerung Abschied.

Bauverein Ketteler eG
Für den Aufsichtsrat: Bernhard Timmermann (Vorsitzender)
Jörg Dickmann, Andreas Hesener und Wolfgang Sangs (Vorstand)
und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wir trauern um Bernhard Francke

Wir trauern um

Bernhard Francke

*08. Februar 1929 † 20. Januar 2020

der für immer eingeschlafen ist.

Herr Francke trat am 01.04.1961 als erster hauptamtlicher Geschäftsführer in unsere Wohnungsbaugenossenschaft Ketteler ein und bekleidete dieses Amt bis 1993. Von 1993 bis 1997 war er nebenamtlicher Vorstand und anschließend bis 1999 Mitglied des Aufsichtsrates. Private Interessen stellte er zum Wohle der Wohnungsgenossenschaft stets hinten an. Mit großem Geschick und kühlem Sachverstand gelang es ihm 1970 durch die Fusion mit dem ehemaligen Bauverein der Stadt Münster ein neues, weitaus größeres Unternehmen zu schmieden, nämlich die heutige Bauverein Ketteler eG.

Seinem sozialem Engagement ist es zu verdanken, dass in den 60-ziger und 70-ziger Jahren hunderte von preiswerten und zeitgemäßen Wohnungen gebaut wurden. Mit dem gleichen Engagement wie beim Wohnungsneubau forcierte er in den 80-ziger Jahren die Modernisierung des Wohnungsbestandes. Zu seinem 25. Dienstjubiläum erhielt er die Ehrenmedaille der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft des Verbands der westfälischen und lippischen Wohnungsunternehmen. Zu seinen Verdiensten zählt es, dass sich die Bauverein Ketteler eG heute als erfolgreiches Unternehmen präsentieren kann.

Auch während seines verdienten Ruhestandes interessierte er sich für die Wohnungswirtschaft und war ein gern gesehener Gast in unseren Räumen.

Wir sind unendlich traurig und fühlen mit seiner Familie. Wir nehmen Abschied von einem offenen, aufmerksamen, humorvollen, interessierten und tiefgründigen Menschen und einer Persönlichkeit, die immer mit unserer Wohnungsgenossenschaft eng verbunden sein wird und die wir in dankbarer Erinnerung behalten werden.

Bauverein Ketteler eG
Für den Aufsichtsrat: Bernhard Timmermann (Vorsitzender)
Jörg Dickmann, Andreas Hesener und Wolfgang Sangs (Vorstand)
und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter